Burnout und seine Symptome - Hilfe bei Burnout

Hinter dem Begriff Burnout-Syndrom verbirgt sich eine ganze Reihe unterschiedlicher Symptome. Stress, Überlastung, aber auch zu hohe Ansprüche an sich selbst gelten als Ursache für mannigfaltige psychische, emotionale und psychosomatische Symptome, die dein Wohlbefinden und deine Lebensqualität stark einschränken können. Meist beginnen die Symptome schleichend, während du dich zunehmend gestresst fühlst und unter grundloser Angst leidest. Nach einiger Zeit treten untypische körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen und Magenschmerzen auf, die zunächst nicht mit einem Burnout in Verbindung gebracht werden. Das Burnout-Syndrom ist eine vielschichtige Krankheit, deren Ursachen in einem erhöhten Zeit- und Leistungsdruck, Mobbing in der Schule, Universität oder am Arbeitsplatz sowie mangelnder Anerkennung liegt. Auch Ängste und die Sorge um den Arbeitsplatz oder Konflikte in der Partnerschaft können zu einem Gefühl der ständigen "Leere" führen. Eine ausgebrannte Psyche ist häufig die Folge einer seelischen Überlastung und der Unfähigkeit, in der freien Zeit abzuschalten.

Die typischen Symptome des Burnout

Mensch mit BurnoutDa die emotionale Erschöpfung in Verbindung mit einem Mangel an Leistungsfähigkeit zu den wichtigsten Burnout-Symptomen zählt, wird die Erkrankung auch als chronisches Erschöpfungssyndrom bezeichnet. Häufig treten bei einem Burnout auch Symptome auf, die auch bei einer Depression vorkommen, was eine Diagnose erschwert. Dennoch lassen sich Burnout-Symptome sicher von einer Depression abgrenzen. Beim einem Burnout sind sowohl Körper und Psyche betroffen. Zu den häufigsten emotionalen und psychischen Symptomen zählen:

  • Gefühl der Niedergeschlagenheit und der inneren Leere
  • Depressive Reaktionenen, innerer Rückzug
  • Reizbarkeit und verminderte emotionale Belastbarkeit
  • Vermeidung sozialer Kontakte
  • Flucht- und Suizidgedanken


Im fortgeschrittenen Stadium des Burnout nimmt das Gefühl der Unzufriedenheit zu und es kommt zu körperlichen Symptomen, wie:

  • Erschöpfung
  • Ruhelosigkeit
  • Schlafstörungen
  • Kopf- und Rückenschmerzen
  • Magen- und Darmstörungen
  • Herzrasen
  • Tinnitus


Außerdem zeigen sich im Verlauf der Erkrankung auch Symptome im geistigen Bereich.
Diese äußern sich durch:

  • Konzentrationsmängel
  • Vergesslichkeit
  • Nachlassen der kognitiven Leistungsfähigkeit
  • Geistige Erschöpfung
  • Gedanken der Sinnlosigkeit

Wie wird ein Burnout-Syndrom diagnostiziert?

Wenn du eines oder mehrere Symptome bei dir feststellst, solltest du umgehend professionelle Unterstützung suchen. In der Anfangsphase lässt sich ein Burnout relativ einfach behandeln. Mit einer gesunden Ernährung, ausreichend Schlaf und dem Verzicht auf Alkohol und Nikotin kannst du dir selbst helfen und dafür sorgen, dass sich die Symptome nicht verschlimmern. Eine Selbst-Therapie ersetzt allerdings nicht die medizinische und psychotherapeutische Behandlung, die du schnellstmöglich in Anspruch nehmen solltest. Die Diagnose Burnout wird durch einen niedergelassenen Arzt oder einen Psychiater und Psychotherapeuten gestellt. Vorher erfolgen umfassende Checks, um andere psychische Krankheiten, beispielsweise eine Depression, auszuschließen. Zur Diagnostik zählt neben einer körperlichen Untersuchung auch ein ausführliches Gespräch, bei dem über deine persönliche Situation, Krankengeschichte und Beschwerden gesprochen wird.

So findest du Hilfe bei Burnout

Eine Burnout-Behandlung muss immer zur Persönlichkeit und zur Lebenssituation des Patienten passen. Deshalb gibt es weder eine Standard-Therapie noch ein Medikament, das für jeden geeignet ist. Wenn du erst seit Kurzem unter Burnout-Symptomen leidest, kann es sich lohnen, einen mehrwöchigen Urlaub oder eine Kur zu nutzen, um sich von übermäßigem Stress zu erholen und auf andere Gedanken zu kommen. Am besten bewährt hat sich die psychotherapeutische Behandlung, bei der du mithilfe eines erfahrenen Therapeuten lernst, deine Arbeitssituationen zu überprüfen und neu zu strukturieren. Außerdem solltest du deine Erwartungen an dich selbst, deinen Job und dein Leben noch einmal überdenken und dir selbst mehr Achtsamkeit und Aufmerksamkeit entgegenbringen.

In einem speziellen Achtsamkeits-Training kannst du lernen, auf dich selbst mehr Rücksicht zu nehmen und auch einmal "Nein" zu sagen, wenn die Anforderungen zu hoch und der Stress zu viel wird.

Durch eine Verhaltenstherapie, die sowohl ambulant oder auf Wunsch auch stationär in einer Fachklinik für Psychosomatik durchgeführt wird, lernst du, besser mit hohen Anforderungen und belastenden Situationen umzugehen. In einer Akutsituation oder bei einem schweren Krankheitsverlauf erfolgt vorübergehend zusätzlich eine medikamentöse Unterstützung mit einem Medikament aus der Gruppe der Antidepressiva, die auch bei Depressionen verordnet werden. Weitere Psychopharmaka werden bei einem Burnout nur nach sorgfältiger Prüfung durch den behandelnden Facharzt verordnet. Die medikamentöse Behandlung ist zwar Teil der Therapie, im Vordergrund steht jedoch die psychotherapeutische Behandlung, zu der auch tiefenpsychologische Einheiten und körpertherapeutische Anwendungen gehören können.

Vorbeugung gegen Burnout

Mit einer geeigneten Burnout-Prävention kannst du dem drohenden Seelentief bereits bei ersten Anzeichen von extremen beruflichen oder privaten Stresssituationen vorbeugen. Wenn du übermäßige Belastungen reduzierst, regelmäßige Erholungsphasen in deinen Alltag einbaust und dir genügend Zeit für Hobbys und Dinge, die dir Spaß machen, nimmst, wirst du kaum an einem Burnout-Syndrom erkranken. Neben einer guten Stress-Bewältigung zählen auch Sport und Bewegung sowie eine vitaminreiche Ernährung zu den geeigneten Faktoren, mit denen du einen Burnout vermeiden kannst. Da ein stabiles soziales Umfeld in Zeiten erhöhter Belastungen und Stress besonders wichtig ist, solltest du dir ausreichend Zeit nehmen, um deine persönlichen Kontakte und Freundschaften zu pflegen.

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